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PET/CT Diagnostik

FDG PET/CT – Tumorstoffwechsel in einer Sitzung

Die FDG-PET/CT kombiniert Stoffwechselbildgebung mit anatomischer Präzision: Ein radioaktiv markiertes Zuckermolekül (F-18-FDG) reichert sich in Tumorzellen an, die einen erhöhten Glukosebedarf haben. Im PET/CT-Bild werden aktive Tumorherde, Lymphknotenbefall und Fernmetastasen ganzkörperweit in einem einzigen Untersuchungsgang sichtbar.

Indikationen

Wann ist die FDG PET/CT sinnvoll?

Indikationen für die FDG PET/CT

Erstdiagnose-Staging solider Tumoren
  • Ganzkörperliches Staging bei Lungen-, Darm-, Speiseröhren-, Magenkrebs, Melanom, Kopf-Hals-Tumoren und vielen weiteren FDG-aviden Tumorarten.
Lymphome (Hodgkin und Non-Hodgkin)
  • Wichtiger Bestandteil des Stagings sowie der Therapie- und Remissionsbeurteilung. Der Deauville-Score entscheidet über Therapieintensität und -dauer.
Therapieansprechen unter Chemotherapie
  • Metabolische Antwort nach 2–3 Zyklen: Spricht der Tumor an, bevor CT-messbare Größenänderungen auftreten?
Remissionskontrolle nach Therapie
  • Unterscheidung zwischen aktivem Residualtumor und behandlungsbedingter Fibrose oder Narbengewebe.
Rezidivdiagnostik bei unklaren Befunden
  • Nachweis von Tumorrezidiven, die im CT oder MRT noch nicht eindeutig darstellbar sind.
Unklarer Primärtumor (CUP-Syndrom)
  • Suche nach dem Primärtumor bei nachgewiesenen Metastasen unbekannten Ursprungs.

Für einen reibungslosen Ablauf

Vorbereitung auf einen Blick

Damit die Untersuchung optimal durchgeführt werden kann, beachten Sie bitte die folgenden Hinweise

Wichtig bei Diabetes: Bitte sprechen Sie vor dem Termin mit uns und Ihrer onkologischen Praxis über das individuelle Vorbereitungsprotokoll. Zu hoher Blutzucker beeinträchtigt die Bildqualität erheblich.

Ernährung (wichtig!)
  • 6 Stunden nüchtern – kein Essen, kein Kaffee, kein Fruchtsaft
  • Nur Wasser ist erlaubt und erwünscht (mind. 0,5 L vor Anreise)
  • Blutzucker muss unter 150 mg/dl liegen – bei Diabetes bitte Rücksprache
Medikamente & Insulin
  • Orale Antidiabetika und Insulin: nach Rücksprache pausieren oder anpassen
  • Alle anderen Medikamente wie gewohnt einnehmen
  • Medikamentenliste und Diabetespass mitbringen
Kleidung & Komfort
  • Warme, bequeme Kleidung (wegen 60-minütiger Ruhephase in kühlem Raum)
  • Kein Schmuck, keine Metallgegenstände
  • Etwas Lektüre oder Kopfhörer für die Ruhephase mitbringen
Wichtige Unterlagen

Bitte bringen Sie mit:

  • Fachärztliche Überweisung
  • Aktuelle Vorbefunde: CT, MRT, Laborwerte, Pathologiebericht
  • Tumorboardbeschluss oder onkologischer Behandlungsplan
  • Allergiepass falls vorhanden

Risiken & Nebenwirkungen

Sicher bahndelt

Die Verfahren gelten als sehr sicher. Kleine Blutergüsse an der Einstichstelle sind möglich; schwerwiegende Nebenwirkungen sind extrem selten. Allergische Reaktionen treten in weniger als 1 von 100.000 Fällen auf. Während der Belastungsphase können kurzzeitig Brustdruck, Atemnot, Kopfschmerzen, Hitzegefühl oder Schwindel auftreten. Diese Beschwerden sind meist mild und vorübergehend – unser Team ist darauf vorbereitet. Die Strahlenbelastung liegt unter einer CT des Brustkorbs und entspricht wenigen Röntgenaufnahmen. Schwangere werden nur bei zwingender Indikation untersucht; stillende Mütter sollten 24 h abpumpen und verwerfen. Bitte informieren Sie uns, falls eine Schwangerschaft möglich ist.

verständlich erklärt

Strahlenbelastung

Die Strahlenexposition einer FDG-PET/CT hängt vom Untersuchungsprotokoll ab und setzt sich aus der verabreichten FDG-Aktivität sowie der CT-Untersuchung zusammen. Bei einer PET/CT mit Niedrigdosis-CT liegt die effektive Dosis häufig im Bereich von etwa 5 bis 10 mSv.

Durch moderne PET/CT-Systeme und optimierte Untersuchungsprotokolle wird die Strahlenexposition nach dem ALARA-Prinzip (As Low As Reasonably Achievable) so gering wie diagnostisch sinnvoll gehalten.

Gut zu wissen

Fragen zur FDG PET/CT

Ja, 6 Stunden Nüchternheit sind für die FDG-PET/CT zwingend erforderlich. FDG ist ein radioaktiv markierter Zucker. Wenn Sie gegessen haben, steigt Ihr Blutzucker – die Körperzellen nehmen dann Glukose auf und die FDG-Anreicherung in Tumorzellen wird durch den körpereigenen Zucker ‚verdünnt‘. Das macht die Tumorherde weniger sichtbar. Wasser ist dagegen problemlos erlaubt und erwünscht.