Hero Slim Background

Schilddrüsendiagnostik

Schilddrüsen-Szintigraphie

Die Schilddrüsen-Szintigraphie (mit Suppressionstest) zeigt Funktionsstörungen schonend auf und ermöglicht eine zielgerichtete Therapieplanung. Sie zeigt, welche Schilddrüsenknoten vermehrt oder vermindert Jod aufnehmen. Damit lassen sich harmlose „heiße“ Knoten von verdächtigen „kalten“ Knoten unterscheiden – häufig erspart das unnötige Punktionen oder Operationen.

Indikationen

Wann ist eine Schilddrüsen-Szintigraphie sinnvoll?

Eine Schilddrüsen-Szintigraphie eignet sich für verschiedene Fragestellungen.

Heiße vs. kalte Knoten
  • Unterscheidung gutartiger und auffälliger Knoten
Hyperthyreose
  • Abklärung einer Schilddrüsenüberfunktion
Autonomie
  • Nachweis einer eigenständig arbeitenden Schilddrüse
Rezidivsuche
  • Suche nach erneut auftretenden Knoten oder Überfunktion
Radiojod-Therapie
  • Planung einer gezielten Behandlung mit radioaktivem Jod

Für einen reibungslosen Ablauf

Vorbereitung auf die Schilddrüsen-Szintigraphie

Damit die Untersuchung optimal durchgeführt werden kann, beachten Sie bitte die folgenden Hinweise

Untersuchungsdauer

Gesamtdauer ca. 1-1,5 Stunden

Ernährung & Genussmittel

Keine Nüchternheit erforderlich. Sie können normal essen und trinken. Bitte achten Sie darauf, über den Tag ausreichend Wasser zu trinken.

Medikamente
  • Schilddrüsenmedikamente bitte inkl. Packung und Dosierung mitbringen
  • Jodhaltige Kontrastmittel: 3 Monate Pause
  • Bromhaltige Medikamente (z. B. Hustenmittel): 3 Monate Pause
  • Keine Jodtabletten oder jodhaltigen Desinfektionsmittel verwenden
Kleidung & Schmuck

Es ist keine spezielle Kleidung notwendig, tragen sie gerne etwas gemütliches. Bitte keinen Schmuck im Halsbereich tragen.

Wichtige Unterlagen

Bitte bringen Sie mit:

  • Vorbefunde (Ultraschall, Szintigraphie)
  • OP-Berichte
  • Radiojodtherapie-Berichte
  • Aktuelle Schilddrüsen-Laborwerte (≤ 6 Monate)
Nachsorge & Begleitung
  • Engen Kontakt zu Schwangeren, Kindern und Immungeschwächten am Untersuchungstag möglichst vermeiden
  • Bei Bedarf bitte Begleitperson mitbringen (z. B. für Sprache oder Unterstützung im Alltag)

Risiken & Nebenwirkungen

Sicher behandelt

Die Verfahren gelten als sehr sicher. Kleine Blutergüsse an der Einstichstelle sind möglich; schwerwiegende Nebenwirkungen sind extrem selten. Allergische Reaktionen treten in weniger als 1 von 100.000 Fällen auf. Während der Belastungsphase können kurzzeitig Brustdruck, Atemnot, Kopfschmerzen, Hitzegefühl oder Schwindel auftreten. Diese Beschwerden sind meist mild und vorübergehend – unser Team ist darauf vorbereitet. Die Strahlenbelastung liegt unter einer CT des Brustkorbs und entspricht wenigen Röntgenaufnahmen. Schwangere werden nur bei zwingender Indikation untersucht; stillende Mütter sollten 24 h abpumpen und verwerfen. Bitte informieren Sie uns, falls eine Schwangerschaft möglich ist.

verständlich erklärt

Strahlenbelastung

Die effektive Dosis beschreibt die biologisch gewichtete Strahlenexposition verschiedener Organe und wird in Millisievert (mSv) angegeben.

Für viele moderne Herz-Szintigraphie-Protokolle liegt sie ungefähr bei:

≈ 1 mSv

Die tatsächliche Dosis kann jedoch je nach Untersuchungsprotokoll, Gerät und Tracermenge schwanken.

Vergleich zur natürlichen Strahlenbelastung

In Deutschland beträgt die durchschnittliche natürliche Hintergrundstrahlung ungefähr:

≈ 2 mSv pro Jahr

Die natürliche Exposition entsteht durch:

  • kosmische Strahlung
  • Radon
  • Gestein/Boden
  • Nahrungsmittel
  • terrestrische Strahlung

Vergleich mit Flugreisen

Die Angabe „≈ 50 Flugstunden“ soll die Größenordnung anschaulich machen.

Bei Flügen – besonders in großer Höhe – steigt die kosmische Strahlenexposition deutlich an.

Grobe Abschätzung:

  • Langstreckenflug: häufig etwa 0,02–0,05 mSv pro Flugstunde
  • 50 Flugstunden ergeben damit ungefähr dieselbe Größenordnung wie 1 mSv

Gut zu wissen

Fragen zum Schilddrüsen-Szintigraphie

Ja, der Tracer beeinflusst die Fahrtüchtigkeit nicht.