PET/CT Diagnostik

PET/CT – Funktion trifft Anatomie

Die PSMA PET/CT hat die Prostatakrebs-Diagnostik in den letzten Jahren grundlegend verändert. Sie erkennt Metastasen und Rezidive mit einer Sensitivität, die klassische Bildgebung deutlich übertrifft – und ist heute leitlinienempfohlenes Verfahren für Staging und biochemisches Rezidiv.

Die PSMA PET/CT findet Rezidivherde bei PSA-Werten, bei denen CT und Knochenszintigraphie noch keine Antwort geben können.

Einleitung

Nuklearmedizin beim Prostatakarzinom

Das Prostatakarzinom ist der häufigste solide Tumor des Mannes – und eines der Krankheitsbilder, bei denen die Nuklearmedizin den größten diagnostischen Fortschritt der letzten Jahre erzielt hat. Der Grund liegt in der molekularen Biologie: Prostatakarzinomzellen überexprimieren auf ihrer Oberfläche das sogenannte Prostata-spezifische Membranantigen (PSMA). Radioaktiv markierte PSMA-Liganden binden mit außergewöhnlich hoher Spezifität an dieses Protein.

In der wegweisenden australischen proPSMA-Studie (2020, NEJM) zeigte die PSMA PET/CT beim Hochrisiko-Erstdiagnose-Staging eine um 27 Prozentpunkte höhere Gesamtgenauigkeit als die bisherige Standardkombination aus CT und Knochenszintigraphie. In mehr als 50 % der Fälle führte der PSMA-Befund zu einer Änderung des Therapiekonzepts.

Besonders beim biochemischen Rezidiv – wenn der PSA-Wert nach Prostatektomie oder Strahlentherapie wieder ansteigt, aber das CT noch keine Erklärung liefert – ist die PSMA PET/CT das einzige Verfahren, das den Rezidivherd zuverlässig lokalisiert. Diese Information ermöglicht eine gezielte Salvage-Strahlentherapie statt einer systemischen Hormontherapie.

Bei Rubi Nuklearmedizin führen wir die PSMA PET/CT nach den Leitlinien der DGN und EAU durch.

PSMA PET/CT vs. klassische Prostatadiagnostik

CT und MRT zeigen primär anatomische Strukturen. Sie erkennen vergrößerte Lymphknoten – können aber nicht unterscheiden, ob diese reaktiv entzündlich oder tumorbefallen sind.

Die PSMA PET/CT zeigt biologische Aktivität auf molekularer Ebene: Sie erkennt tumortragende Lymphknoten, die im CT unauffällig erscheinen, und lokalisiert Knochenmetastasen vor CT-sichtbaren Veränderungen.

Das Ergebnis: Die proPSMA-Studie zeigte, dass die PSMA PET/CT die Kombination aus CT + Knochenszintigraphie beim Erstdiagnose-Staging in der Genauigkeit deutlich übertrifft.

Indikation

PSMA PET/CT für höchste Genauigkeit

Wann ist eine PSMA PET/CT sinnvoll?

Hochrisiko-Erstdiagnose

PSA >20, Gleason ≥8 oder klinisch T3/T4: PSMA PET/CT als bevorzugtes Staging-Verfahren der EAU-Leitlinie.

Biochemisches Rezidiv nach RP

PSA-Anstieg ≥0,2 ng/ml nach radikaler Prostatektomie: Lokalisierung des Rezidivherdes für gezielte Salvage-Therapie.

Biochemisches Rezidiv nach RT

PSA-Anstieg >Nadir +2 ng/ml nach Strahlentherapie: PSMA PET/CT für Rezidivlokalisation und Metastasensuche.

Vor PSMA-Radioligandentherapie

Pflichtdiagnostik vor Lu-177-PSMA-Therapie zur Bestätigung ausreichender PSMA-Expression.

Verlaufskontrolle unter Therapie

Kontrolle des Therapieansprechens unter PSMA-Radioligandentherapie oder Hormontherapie.

Knochenmetastasen (ergänzend)

Skelett-Szintigraphie als bewährte Ergänzung für den Nachweis ossärer Metastasen bei bekanntem PCa.

Unsere Untersuchungen

PSMA PET/CT bei Rubi

Jede Untersuchung wird auf einer eigenen Seite ausführlich beschrieben: Indikationen, Vorbereitung, Ablauf Schritt für Schritt, Strahlenbelastung und häufige Fragen.

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Der ausführliche Befundbericht mit Bildern wird digital an Ihre überweisende Praxis übermittelt. Telefonische Rücksprache ist jederzeit möglich.

gut zu wissen

Fragen zur PSMA PET/CT bei Prostatakrebs

Die häufigsten Fragen unserer Patientinnen und Patienten zur PET/CT bei Prostatakrebs – verständlich beantwortet.

Prostatakarzinom-Zellen überexprimieren das PSMA-Protein auf ihrer Oberfläche. Radioaktiv markierte PSMA-Liganden binden hochspezifisch an dieses Protein. Im PET/CT werden diese Bindungen als aktive Herde sichtbar, ab einer Größe von wenigen Millimetern. Im Vergleich zur bisherigen Kombination aus CT und Knochenszintigraphie ist die PSMA PET/CT deutlich sensitiver und präziser.

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