PET/CT Diagnostik

PET/CT – Funktion trifft Anatomie

Die PET/CT ist eine moderne bildgebende Untersuchung, die zwei Verfahren miteinander verbindet: Die PET zeigt die Stoffwechselaktivität von Gewebe, das CT stellt die genaue anatomische Lage dar. So können auffällige Gewebeveränderungen im Körper nicht nur erkannt, sondern auch genau zugeordnet werden.

Die PET/CT wird vor allem eingesetzt, um Krebserkrankungen im Körper zu beurteilen, das Ausmaß der Erkrankung festzustellen und die weitere Behandlung zu planen

Einleitung

Was macht die PET/CT aus?

Die Positronen-Emissions-Tomographie kombiniert mit Computertomographie (PET/CT) ist eine Hybridbildgebung: Sie misst gleichzeitig den Gewebestoffwechsel (PET) und die anatomische Struktur (CT).

Das Funktionsprinzip: Ein radioaktiv markiertes Trägermolekül (Tracer) wird intravenös injiziert und reichert sich selektiv in bestimmten Geweben an. F-18-FDG nutzt den erhöhten Glukosebedarf von Tumorzellen. PSMA-Liganden binden spezifisch an das Prostata-spezifische Membranantigen auf Prostatakarzinomzellen. Über Positronenstrahlung wird die Lokalisation dieser Anreicherungen mit 3–5 mm Auflösung gemessen.

Der gleichzeitige CT-Anteil liefert die anatomische Referenz: Jede metabolisch aktive Läsion wird millimetergenau einem Organ, einem Lymphknoten oder einer Knochenstruktur zugeordnet. Kein Einzelverfahren liefert diese Kombination aus molekularer Spezifität und anatomischer Präzision.

Bei Rubi Nuklearmedizin führen wir die PET/CT mit FDG (für breites onkologisches Staging) und PSMA (für Prostatakrebs-Diagnostik) durch – mit Befund innerhalb von 24 Stunden.

Wann PET/CT, wann SPECT-Szintigraphie?

Beide Verfahren gehören zur Nuklearmedizin und nutzen radioaktive Tracer. Sie machen Stoffwechsel- und Organfunktionen sichtbar – je nach Fragestellung kommen jedoch unterschiedliche Verfahren zum Einsatz.

Die SPECT-Szintigraphie ist das etablierte Standardverfahren für zahlreiche Fragestellungen, beispielsweise an Herz, Schilddrüse, Knochen, Nieren und Lunge. Für diese Untersuchungen verfügt sie über eine langjährige wissenschaftliche Evidenz und liefert zuverlässige funktionelle Informationen.

Die PET/CT wird vor allem eingesetzt, wenn eine besonders hohe Empfindlichkeit und eine präzise anatomische Zuordnung erforderlich sind – etwa beim Tumorstaging, der Rezidivdiagnostik, der Lymphknoten- und Metastasensuche sowie bei der Beurteilung des Therapieansprechens.

Klinische Stärken

Die Rolle der PET/CT in der Diagnostik

Höchste Auflösung in der nuklearmedizinischen Diagnostik

PET-Scanner erreichen 3–5 mm Auflösung. Metastasen, die in der klassischen Szintigraphie (8–12 mm) unsichtbar wären, werden zuverlässig erfasst. Das ist besonders entscheidend beim Lymphknotenbefall und der Suche nach Fernmetastasen.

Anatomische Präzision durch simultanes CT

Der PET-Anteil zeigt metabolische Aktivität – der CT-Anteil verortet diese millimetergenau im Körper. Ob ein heißer Herd in einem Lymphknoten, in der Leber oder im Knochen liegt, ist sofort ablesbar.

Tracer-spezifisches Targeting

FDG für den Tumorstoffwechsel bei soliden Tumoren, PSMA für die hochspezifische Prostatakrebs-Diagnostik. Diese molekulare Spezifität ist das entscheidende Merkmal der PET/CT gegenüber unspezifischen Verfahren.

Therapieansprechen früher erkennen

Tumorzellen verändern zuerst ihren Stoffwechsel und erst Wochen später ihre Größe. Die PET/CT erkennt Therapieerfolg oder -versagen bereits nach wenigen Zyklen, lange bevor morphologische Bildgebung eine Veränderung dokumentiert.

Klinische Indikationen

Wann wird ein PET/CT gemacht?

Die Indikation stellt Ihr überweisender Arzt oder Ihre überweisende Ärztin. Hier sind die häufigsten klinischen Situationen.

Solide Tumoren – onkologisches Staging
  • FDG-PET/CT für Lungen-, Darm-, Speiseröhren-, Magenkrebs, Melanom, Kopf-Hals-Tumoren und viele weitere FDG-avide Tumoren.
Lymphome – Staging und Remissionskontrolle
  • Goldstandard bei Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphomen. Deauville-Score entscheidet über Therapieintensität.
Prostatakarzinom – PSMA PET/CT
  • Hochspezifisches Staging und Rezidivdiagnostik bei Prostatakrebs. Sensitiver als CT und Knochenszintigraphie (EAU-Leitlinie).
Therapiekontrolle unter Chemo- oder Immuntherapie
  • Frühzeitige Beurteilung des Therapieansprechens – vor CT-messbaren Größenänderungen.
Unklare Befunde – Vitaler Tumor oder Narbe?
  • Differenzierung zwischen aktivem Tumorgewebe und Therapiefolgen wie Fibrose oder Narbengewebe.
Selektion für Radioligandentherapien
  • Vor PSMA-Therapie oder PRRT: Nachweis ausreichender Rezeptorexpression als Voraussetzung für die Therapie.

Unsere Untersuchungen

PET/CT bei Rubi

Jede Untersuchung wird auf einer eigenen Seite ausführlich beschrieben: Indikationen, Vorbereitung, Ablauf Schritt für Schritt, Strahlenbelastung und häufige Fragen.

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Der ausführliche Befundbericht mit Bildern wird digital an Ihre überweisende Praxis übermittelt. Telefonische Rücksprache ist jederzeit möglich.

gut zu wissen

Fragen zur PET/CT Diagnostik

Die häufigsten Fragen unserer Patientinnen und Patienten zur PET/CT – verständlich beantwortet.

Beide Verfahren gehören zur Nuklearmedizin und nutzen radioaktive Tracer, um Stoffwechsel- und Organfunktionen sichtbar zu machen.

Die SPECT-Szintigraphie ist ein bewährtes Verfahren für viele Fragestellungen, zum Beispiel an Herz, Knochen, Schilddrüse, Nieren und Lunge. Sie verfügt über eine langjährige Erfahrung und eine breite klinische Anwendung.

Die PET/CT bietet eine besonders empfindliche Darstellung von Stoffwechselprozessen und kombiniert diese mit einer präzisen anatomischen Zuordnung durch die CT. Sie wird häufig bei komplexem Tumorstaging, Rezidivdiagnostik, Metastasensuche und bestimmten Therapiekontrollen eingesetzt.

Welches Verfahren geeignet ist, hängt von der jeweiligen medizinischen Fragestellung ab.

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