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Herzszintigraphie

Myokard-Perfusionsszintigraphie – Herzfunktion sichtbar machen

Die Herz-Szintigraphie (auch Myokard-Perfusion) bildet die Durchblutung des Herzmuskels als nicht-invasive und äußerst schonende Untersuchungsmethode ab – im Gegensatz zum Herzkatheter. So lassen sich beginnende Durchblutungsstörungen (Ischämien) bereits früh entdecken und bekannte koronare Herzerkrankungen zuverlässig kontrollieren.

Für einen reibungslosen Ablauf

Vorbereitung auf die Herz-Szintigraphie

Damit die Untersuchung optimal durchgeführt werden kann, beachten Sie bitte die folgenden Hinweise

Wichtig: Falls Sie Adenosin oder Regadenoson als pharmakologischen Stressor erhalten, darf kein Koffein am Vortag konsumiert werden. Asthma und schwere COPD müssen uns vor der Untersuchung bekannt sein.

Untersuchungsdauer

Gesamtdauer ca. 3 Stunden

Ernährung & Genussmittel
  • 4 Stunden nüchtern (kein Essen), Wasser ist erlaubt und erwünscht
  • Koffein (Kaffee, Tee, Cola, Schokolade) mindestens 24 Stunden meiden
  • Zur Pause ca. 1,5 L Wasser und eine fettreiche Mahlzeit (oder 100 g Schokolade) mitbringen
Medikamente
  • Betablocker, Calciumantagonisten, Nitrate: 24 h vorher pausieren (nach Rücksprache mit Ihrer Kardiologin / Ihrem Kardiologen)
  • Potenzmittel (PDE-5-Hemmer): 3 Tage vorher pausieren
  • Asthmaspray mitbringen, wenn vorhanden
  • Alle anderen Medikamente wie gewohnt einnehmen
Kleidung & Schmuck
  • Bequeme Sportkleidung und feste Schuhe
  • Kein Schmuck, kein Metall am Körper
Wichtige Unterlagen
  • Überweisung, aktuelles EKG, Medikamentenplan
  • Kardiologische Vorbefunde mitbringen
Nachsorge & Begleitung
  • Fahrtüchtigkeit nach der Untersuchung ist nicht eingeschränkt
  • Bei sprachlichen Barrieren oder körperlichen Einschränkungen bitte Begleitperson mitbringen
  • Planen Sie ca. 3–4 Stunden Gesamtdauer ein
  • Engen Kontakt zu Schwangeren, Kindern und Immungeschwächten am Untersuchungstag möglichst vermeiden

Risiken & Nebenwirkungen

Sicher behandelt

Die Verfahren gelten als sehr sicher. Kleine Blutergüsse an der Einstichstelle sind möglich; schwerwiegende Nebenwirkungen sind extrem selten. Allergische Reaktionen treten in weniger als 1 von 100.000 Fällen auf. Während der Belastungsphase können kurzzeitig Brustdruck, Atemnot, Kopfschmerzen, Hitzegefühl oder Schwindel auftreten. Diese Beschwerden sind meist mild und vorübergehend – unser Team ist darauf vorbereitet. Die Strahlenbelastung liegt unter einer CT des Brustkorbs und entspricht wenigen Röntgenaufnahmen. Schwangere werden nur bei zwingender Indikation untersucht; stillende Mütter sollten 24 h abpumpen und verwerfen. Bitte informieren Sie uns, falls eine Schwangerschaft möglich ist.

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Nuklearmedizin Arnsberg
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Sicherheit & Strahlung

Strahlenbelastung – verständlich erklärt

≈ 5 mSv Effektive Dosis

Die effektive Strahlendosis entspricht etwa der 2,5-fachen natürlichen Jahresdosis. Wir setzen modernste Low-Dose-SPECT/CT-Protokolle ein, um die Strahlenbelastung minimal zu halten.

Die natürliche Exposition entsteht durch:

  • kosmische Strahlung
  • Radon
  • Gestein/Boden
  • Nahrungsmittel
  • terrestrische Strahlung

Vergleich mit Flugreisen

Die Angabe „≈ 250 Flugstunden“ soll die Größenordnung anschaulich machen.

Bei Flügen – besonders in großer Höhe – steigt die kosmische Strahlenexposition deutlich an.

Grobe Abschätzung:

  • Langstreckenflug: häufig etwa 0,02–0,05 mSv pro Flugstunde
  • 250 Flugstunden ergeben damit ungefähr dieselbe Größenordnung wie 5 mSv

gut zu wissen

Fragen zum Herz-Szintigraphie

Nein. Die Herzszintigraphie ist schmerzfrei. Die einzige Unannehmlichkeit ist die Armvenenkanüle für die Tracer-Injektion. Bei körperlicher Belastung auf dem Ergometer kann es zu Anstrengungsgefühlen kommen, die jedoch von unserem medizinischen Team kontinuierlich überwacht werden.

Bereit für den nächsten Schritt
  • Termin finden, einfach und schnell
  • Klarheit bekommen, sicher begleitet