Onkologische Diagnostik

Tumordiagnostik

Die Nuklearmedizin erkennt Tumoren, Metastasen und Rezidive auf molekularer Ebene. Nicht Größe und Form, sondern biologische Aktivität ist das Kriterium. Die entscheidende Grundlage für eine zielgerichtete Therapie.

Maligne Zellen verraten sich durch ihren erhöhten Glukosestoffwechsel – die PET/CT macht diesen Unterschied sichtbar, noch bevor eine Raumforderung entsteht.

Einleitung

Nuklearmedizin in der Onkologie

Die Krebsdiagnostik hat sich grundlegend verändert – nicht zuletzt durch die Nuklearmedizin. CT und MRT liefern hervorragende anatomische Bilder. Was sie jedoch nicht beantworten können: Ist dieses Gewebe biologisch aktiv? Handelt es sich um lebendigen Tumor oder um narbiges Restgewebe nach Therapie?

Tumorgewebe hat charakteristische molekulare Eigenschaften: erhöhten Glukosebedarf, überexprimierte Rezeptoren, spezifische Oberflächenproteine. Die Nuklearmedizin nutzt diese Eigenschaften gezielt. Radioaktiv markierte Tracer reichern sich selektiv in Tumorzellen an und machen Primärtumor, Lymphknotenbefall und Fernmetastasen in einem einzigen Ganzkörper-Scan sichtbar – bevor strukturelle Veränderungen im CT entstehen.

Diese Fähigkeit macht die Nuklearmedizin zum unverzichtbaren Bestandteil der modernen Onkologie: beim Erstdiagnose-Staging, bei der Therapiekontrolle, beim Rezidivnachweis und bei der Selektion für Radioligandentherapien wie PSMA-Therapie oder PRRT.

Bei Rubi Nuklearmedizin stehen Ihnen PET/CT mit FDG und PSMA, Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie, Skelett-Szintigraphie und weitere spezialisierte Verfahren zur Verfügung – in enger Abstimmung mit Ihrem onkologischen Behandlungsteam.

Nuklearmedizin und anatomische Bildgebung

CT und MRT sind unverzichtbar in der Onkologie. Was sie nicht leisten können: die Unterscheidung zwischen biologisch aktivem Tumor und inaktivem, narbigem Gewebe.

Genau diese Information liefert die PET/CT. Ein Lymphknoten, der im CT vergrößert erscheint, kann entzündungsbedingt oder tumorbefallen sein – die PET unterscheidet durch den Glukosestoffwechsel.

In der modernen Onkologie werden CT und PET daher als komplementäre Verfahren eingesetzt. Dieses Zusammenspiel ermöglicht präzisere Therapieentscheidungen.

Klinische Stärken

Klinische Stärken der Nuklearmedizin hier

Erstdiagnose-Staging – umfassende Beurteilung in einer Untersuchung

PET/CT kann bei geeigneten Tumorerkrankungen Primärtumor, Lymphknotenbefall und Fernmetastasen in einer Untersuchung erfassen und liefert eine einheitliche Grundlage für die Therapieplanung.

Frühe Beurteilung des Therapieansprechens

Veränderungen des Tumorstoffwechsels können bei bestimmten Tumorerkrankungen früher auftreten als messbare Größenänderungen. Die PET/CT kann deshalb helfen, das Therapieansprechen frühzeitig einzuschätzen und Behandlungsentscheidungen zu unterstützen.

Rezidivnachweis bei unklaren Befunden

Nach Therapie können Narben, Fibrosen und aktives Tumorgewebe im CT ähnlich aussehen. Die PET/CT liefert zusätzliche Informationen über die Stoffwechselaktivität und kann die Unterscheidung unterstützen.

Selektion für Radioligandentherapien

Für zielgerichtete Radioligandentherapien (PSMA-Therapie, PRRT) ist eine vorherige PET/CT oder Szintigraphie Pflicht – sie prüft, ob Tumorzellen den notwendigen Rezeptor in ausreichender Dichte tragen.

Klinische Indikationen

Wann ist Tumordiagnostik in der NUK sinnvoll?

Die Entscheidung für eine nuklearmedizinische Untersuchung trifft Ihr behandelndes Ärzteteam. Sie wird eingesetzt, wenn zusätzlich zur Anatomie wichtige Informationen über Stoffwechsel oder spezielle Tumoreigenschaften benötigt werden.

Staging bei ausgewählten soliden Tumoren
  • PET/CT kann bei vielen stoffwechselaktiven Tumoren die Ausbreitung beurteilen und Primärtumor, Lymphknoten sowie Fernmetastasen in einer Untersuchung darstellen.
Lymphome (Hodgkin und Non-Hodgkin)
  • Die FDG-PET/CT wird bei bestimmten Hodgkin- und aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen eingesetzt, um die Ausbreitung der Erkrankung im Körper zu beurteilen und die Therapie zu planen.
  • Ermöglicht eine Beurteilung, wie gut ein Lymphom auf die Therapie anspricht.
Neuroendokrine Tumoren (NET)
  • Die Somatostatin-Rezeptor-Bildgebung wird bei neuroendokrinen Tumoren eingesetzt, um Tumorgewebe mit entsprechender Rezeptorbindung im Körper sichtbar zu machen.
  • Sie spielt eine zentrale Rolle bei der Ausbreitungsdiagnostik und der Therapieplanung.
Remissionskontrolle nach Therapie
  • Die PET/CT gibt die Antwort früher als die CT-Verlaufskontrolle
Unklare Befunde im CT oder MRT
  • Wenn eine Raumforderung im CT kein eindeutiges Bild zeigt, klärt die PET/CT durch die Stoffwechselinformation, ob biologisch aktives Tumorgewebe vorliegt.
Schilddrüsenkrebs-Nachsorge
  • Nach Thyreoidektomie sucht die Radiojod-Ganzkörperszintigraphie nach jodspeicherndem Restgewebe und Metastasen.

Unsere Untersuchungen

Onkologische Diagnostik bei Rubi

Jede Untersuchung wird auf einer eigenen Seite ausführlich beschrieben – mit Indikationen, Vorbereitung und Ablauf.

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1

Überweisung & Termin

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3

Befund in 24 Stunden

Der ausführliche Befundbericht mit Bildern wird digital an Ihre überweisende Praxis übermittelt. Telefonische Rücksprache ist jederzeit möglich.

gut zu wissen

Fragen zur onkologischen Diagnostik

Die häufigsten Fragen unserer Patientinnen und Patienten zur nuklearmedizinischen Diagnostik bei Tumoren – verständlich beantwortet.

Das CT zeigt vor allem die Anatomie – also Größe, Form und Lage von Gewebeveränderungen. Es kann jedoch häufig nicht sicher unterscheiden, ob beispielsweise ein vergrößerter Lymphknoten durch eine Entzündung oder durch Tumorgewebe verursacht ist.

Die PET ergänzt diese Information durch die Darstellung biologischer Aktivität. Bei vielen Tumorerkrankungen nutzen Tumorzellen vermehrt Glukose, die mit dem Tracer ¹⁸F-FDG sichtbar gemacht werden kann.

Durch die Kombination von PET und CT entsteht ein umfassenderes Bild aus Stoffwechselaktivität und anatomischer Zuordnung. Dadurch kann die PET/CT bei geeigneten Tumorerkrankungen zusätzliche Tumorherde erkennen, die allein mit CT möglicherweise nicht eindeutig beurteilt werden können.

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