Onkologische Diagnostik

Tumordiagnostik

Die Nuklearmedizin erkennt Tumoren, Metastasen und Rezidive auf molekularer Ebene – oft Wochen früher als CT oder MRT. Nicht Größe und Form, sondern biologische Aktivität ist das Kriterium. Die entscheidende Grundlage für eine zielgerichtete Therapie.

Maligne Zellen verraten sich durch ihren erhöhten Glukosestoffwechsel – die PET/CT macht diesen Unterschied sichtbar, noch bevor eine Raumforderung entsteht.

Einleitung

Nuklearmedizin in der Onkologie

Die Krebsdiagnostik hat sich grundlegend verändert – nicht zuletzt durch die Nuklearmedizin. CT und MRT liefern hervorragende anatomische Bilder. Was sie jedoch nicht beantworten können: Ist dieses Gewebe biologisch aktiv? Handelt es sich um lebendigen Tumor oder um narbiges Restgewebe nach Therapie?

Tumorgewebe hat charakteristische molekulare Eigenschaften: erhöhten Glukosebedarf, überexprimierte Rezeptoren, spezifische Oberflächenproteine. Die Nuklearmedizin nutzt diese Eigenschaften gezielt. Radioaktiv markierte Tracer reichern sich selektiv in Tumorzellen an und machen Primärtumor, Lymphknotenbefall und Fernmetastasen in einem einzigen Ganzkörper-Scan sichtbar – bevor strukturelle Veränderungen im CT entstehen.

Diese Fähigkeit macht die Nuklearmedizin zum unverzichtbaren Bestandteil der modernen Onkologie: beim Erstdiagnose-Staging, bei der Therapiekontrolle, beim Rezidivnachweis und bei der Selektion für Radioligandentherapien wie PSMA-Therapie oder PRRT.

Bei Rubi Nuklearmedizin stehen Ihnen PET/CT mit FDG und PSMA, Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie, Skelett-Szintigraphie und weitere spezialisierte Verfahren zur Verfügung – in enger Abstimmung mit Ihrem onkologischen Behandlungsteam.

Nuklearmedizin und anatomische Bildgebung

CT und MRT sind unverzichtbar in der Onkologie. Was sie nicht leisten können: die Unterscheidung zwischen biologisch aktivem Tumor und inaktivem, narbigem Gewebe.

Genau diese Information liefert die PET/CT. Ein Lymphknoten, der im CT vergrößert erscheint, kann entzündungsbedingt oder tumorbefallen sein – die PET unterscheidet durch den Glukosestoffwechsel.

In der modernen Onkologie werden CT und PET daher als komplementäre Verfahren eingesetzt. Dieses Zusammenspiel ermöglicht präzisere Therapieentscheidungen.

Klinische Stärken

Klinische Stärken der Nuklearmedizin hier

Erstdiagnose-Staging – vollständig in einer Sitzung

Ein einziger FDG-PET/CT-Scan liefert das vollständige Staging-Bild: Primärtumor, regionäre Lymphknoten und Fernmetastasen in Lunge, Leber, Knochen und weiteren Organen – ohne mehrere getrennte CT-Untersuchungen. Das spart Zeit und liefert eine einheitliche Befundgrundlage.

Früherkennung

Tumorzellen verändern zuerst ihren Stoffwechsel – erst Wochen später ihre Größe. Nach bereits wenigen Therapiezyklen zeigt die PET/CT zuverlässig, ob Tumorzellen noch aktiv sind. Das ermöglicht eine frühere Therapieanpassung und schützt Patientinnen und Patienten vor unnötigen Behandlungszyklen.

Rezidivnachweis bei unklaren CT-Befunden

Narbengewebe oder Fibrose nach Strahlentherapie sieht im CT oft wie ein Tumor aus. Die PET/CT unterscheidet durch den Stoffwechsel zuverlässig zwischen vitalem Tumorgewebe und behandlungsbedingten Veränderungen – ohne Biopsie.

Selektion für Radioligandentherapien

Für zielgerichtete Radioligandentherapien (PSMA-Therapie, PRRT) ist eine vorherige PET/CT oder Szintigraphie Pflicht – sie prüft, ob Tumorzellen den notwendigen Rezeptor in ausreichender Dichte tragen.

Klinische Indikationen

Wann ist Tumordiagnostik in der NUK sinnvoll?

Die Entscheidung trifft in der Regel Ihr behandelndes Ärzteteam. Hier sind die häufigsten klinischen Situationen.

Erstdiagnose solider Tumoren
  • Vollständiges Ganzkörper-Staging bei Lungen-, Darm-, Speiseröhren-, Magenkrebs sowie Lymphomen – in einer Untersuchung.
Lymphome (Hodgkin und Non-Hodgkin)
  • FDG-PET/CT ist der Goldstandard für Staging und Remissionskontrolle. Die Stoffwechselaktivität entscheidet über Therapieintensität und -dauer (Deauville-Score).
Neuroendokrine Tumoren (NET)
  • Die Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie ist das Verfahren der Wahl bei NET. Voraussetzung für die Auswahl einer PRRT.
Remissionskontrolle nach Therapie
  • Die PET/CT gibt die Antwort früher als die CT-Verlaufskontrolle und kann unnötige Therapiezyklen verhindern.
Unklare Befunde im CT oder MRT
  • Wenn eine Raumforderung im CT kein eindeutiges Bild zeigt, klärt die PET/CT durch die Stoffwechselinformation, ob biologisch aktives Tumorgewebe vorliegt.
Schilddrüsenkrebs-Nachsorge
  • Nach Thyreoidektomie sucht die Radiojod-Ganzkörperszintigraphie nach jodspeicherndem Restgewebe und Metastasen.

Unsere Untersuchungen

Onkologische Diagnostik bei Rubi

Jede Untersuchung wird auf einer eigenen Seite ausführlich beschrieben – mit Indikationen, Vorbereitung und Ablauf.

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Der ausführliche Befundbericht mit Bildern wird digital an Ihre überweisende Praxis übermittelt. Telefonische Rücksprache ist jederzeit möglich.

gut zu wissen

Fragen zur onkologischen Diagnostik

Die häufigsten Fragen unserer Patientinnen und Patienten zur nuklearmedizinischen Diagnostik bei Tumoren – verständlich beantwortet.

Das CT zeigt Strukturen und Größen – kann aber nicht unterscheiden, ob ein Lymphknoten entzündlich oder tumorbefallen ist. Die PET misst den Glukosestoffwechsel: Tumorzellen haben einen charakteristisch erhöhten Zuckerumsatz. Diese biologische Information ergänzt die anatomische CT-Darstellung – das Ergebnis ist eine deutlich höhere Sensitivität.

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