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PSMA PET/CT

Prostatakrebs hochspezifisch erkennen

Die PSMA PET/CT ist ein modernes bildgebendes Verfahren zur Darstellung des Prostatakarzinoms im gesamten Körper. Dabei werden radioaktiv markierte PSMA-Liganden eingesetzt, die an das Prostata-spezifische Membranantigen auf Tumorzellen binden und so Tumorherde sichtbar machen können. Sie wird insbesondere zur Stadieneinteilung und bei Verdacht auf ein Wiederauftreten der Erkrankung eingesetzt, auch bei niedrigen PSA-Werten.

Indikationen

Wann ist die PSMA PET/CT sinnvoll?

Indikationen für die PSMA PET/CT

Erstdiagnose-Staging beim Hochrisiko-PCa
  • z. B. PSA >20, Gleason ≥8 oder lokal fortgeschrittenem Tumor
  • Die PSMA PET/CT wird häufig zur Stadieneinteilung eingesetzt.
  • Sie kann dabei helfen, Tumorherde und mögliche Absiedlungen im Körper genauer darzustellen als herkömmliche Verfahren wie CT oder Knochenszintigraphie
Biochemisches Rezidiv nach Prostatektomie
  • PSA-Anstieg ≥0,2 ng/ml nach radikaler Prostatektomie: Lokalisierung des Rezidivherdes für gezielte Salvage-Bestrahlung.
Biochemisches Rezidiv nach Strahlentherapie
  • PSA-Anstieg >Nadir +2 ng/ml nach Radiatio: Rezidivlokalisation und Metastasensuche.
Selektion für PSMA-Radioligandentherapie
  • Pflichtuntersuchung vor Lu-177-PSMA-Therapie: Nachweis ausreichender PSMA-Expression aller relevanten Metastasen.
Intermediäres Hochrisiko-Staging
  • Bei Patienten mit einem intermediären bis Hochrisiko-Prostatakarzinom kann die PSMA PET/CT im Rahmen des Stagings zusätzlich zur konventionellen Bildgebung eingesetzt werden.
  • Sie dient dazu, das Ausmaß der Erkrankung genauer zu beurteilen und die Therapieplanung zu unterstützen.
Verlaufskontrolle unter Therapie
  • Kontrolle des Therapieansprechens unter PSMA-Radioligandentherapie oder Hormontherapie.

Für einen reibungslosen Ablauf

Vorbereitung auf einen Blick

Damit die Untersuchung optimal durchgeführt werden kann, beachten Sie bitte die folgenden Hinweise

Ernährung
  • Keine Nüchternheit erforderlich
  • Ca. 1 Liter Wasser ca. 1 Stunde vor der Untersuchung trinken
  • Normale Mahlzeiten sind erlaubt
Medikamente
  • Alle Medikamente wie gewohnt einnehmen
  • Medikamentenliste mitbringen
Kleidung
  • Bequeme Kleidung, kein Schmuck oder Metall
Wichtige Unterlagen

Bitte bringen Sie mit:

  • Überweisung, aktuelle PSA-Werte (letzter Wert + Verlauf)
  • Pathologiebericht / Biopsie-Befund der Erstdiagnose
  • Vorherige Bildgebung (MRT, CT, Knochenszintigraphie)

Risiken & Nebenwirkungen

Sicher bahndelt

Die Verfahren gelten als sehr sicher. Kleine Blutergüsse an der Einstichstelle sind möglich; schwerwiegende Nebenwirkungen sind extrem selten. Allergische Reaktionen treten in weniger als 1 von 100.000 Fällen auf. Während der Belastungsphase können kurzzeitig Brustdruck, Atemnot, Kopfschmerzen, Hitzegefühl oder Schwindel auftreten. Diese Beschwerden sind meist mild und vorübergehend – unser Team ist darauf vorbereitet. Die Strahlenbelastung liegt unter einer CT des Brustkorbs und entspricht wenigen Röntgenaufnahmen. Schwangere werden nur bei zwingender Indikation untersucht; stillende Mütter sollten 24 h abpumpen und verwerfen. Bitte informieren Sie uns, falls eine Schwangerschaft möglich ist.

verständlich erklärt

Strahlenbelastung

≈ 8 mSv Effektive Dosis

Die Strahlenexposition einer PSMA-PET/CT setzt sich aus der radioaktiv markierten PSMA-Substanz und der CT-Untersuchung zusammen. Die tatsächliche Dosis hängt vom verwendeten Radiotracer und Untersuchungsprotokoll ab und liegt häufig im Bereich von mehreren Millisievert.

Eine Dosis von etwa 8 mSv entspricht ungefähr der Größenordnung einer diagnostischen CT-Untersuchung des Bauchraums.

Durch moderne PET/CT-Technologie und optimierte Untersuchungsabläufe wird die Strahlenexposition so niedrig wie diagnostisch sinnvoll gehalten.

Gut zu wissen

Fragen zur FDG PET/CT

Nein. Anders als bei der FDG PET/CT ist keine Nüchternheit erforderlich. PSMA-Liganden konkurrieren nicht mit körpereigenem Zucker. Wir empfehlen jedoch, vorab ca. 1 Liter Wasser zu trinken – das fördert die Nierenausscheidung des Tracers und verbessert die Bildqualität im Beckenbereich.