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Skelett-Szintigraphie

Knochen von Kopf bis Fuß in einem Scan

Die Skelett-Szintigraphie (Knochen-Szintigraphie) scannt das gesamte Knochensystem auf erhöhten Stoffwechsel – empfindlicher und früher als Röntgen oder CT. In einer einzigen Ganzkörperaufnahme werden Knochenmetastasen, Stressfrakturen, Prothesenlockerungen und Entzündungen sichtbar.

Indikationen

Wann ist die Skelett-Szintigraphie sinnvoll?

Indikationen für die Skelett-Szintigraphie

Tumor-Staging bei Krebserkrankungen
  • Ganzkörper-Screening auf Knochenmetastasen bei Prostata-, Brust-, Lungen-, Nieren- und weiteren Krebserkrankungen – sensitiver und früher als Röntgen.
Unklare Knochenschmerzen
  • Wenn Röntgen und CT unauffällig sind, aber der klinische Verdacht auf eine Knochenpathologie besteht.
Stressfrakturen (Überlastungsbrüche)
  • Nachweis von Stressfrakturen bei Leistungssportlern oder bei klinischem Verdacht – Wochen bevor sie im Röntgenbild erkennbar sind.
Prothesendiagnostik
  • Abklärung von Schmerzen nach Hüft- oder Knieprothesen-Implantation. Drei-Phasen-Szintigraphie unterscheidet zwischen aseptischer Lockerung und Infektion.
Osteomyelitis und Knochenentzündung
  • Nachweis oder Verlaufskontrolle bei Verdacht auf Knochenentzündung – ergänzend zur MRT oder wenn MRT nicht verfügbar.
Morbus Paget und metabolische Knochenerkrankungen
  • Ausmaß und Aktivität von Morbus Paget sowie anderen metabolischen Knochenerkrankungen in einer Ganzkörperaufnahme.

Für einen reibungslosen Ablauf

Vorbereitung auf einen Blick

Damit die Untersuchung optimal durchgeführt werden kann, beachten Sie bitte die folgenden Hinweise

Ernährung
  • Keine Nüchternheit erforderlich – normale Mahlzeiten erlaubt
  • Vor und nach der Injektion mindestens 1–1,5 Liter Wasser trinken
  • Viel trinken in der Wartezeit verbessert die Bildqualität
Medikamente
  • Alle Medikamente wie gewohnt einnehmen
  • Medikamentenliste mitbringen
Kleidung
  • Bequeme Kleidung, kein Schmuck oder Metall
Wichtige Unterlagen

Bitte bringen Sie mit:

  • Überweisung mitbringen
  • Aktuelle Röntgen- oder CT-Aufnahmen betroffener Regionen
  • Frühere Szintigraphie-Befunde, Laborwerte

Risiken & Nebenwirkungen

Sicher bahndelt

Die Verfahren gelten als sehr sicher. Kleine Blutergüsse an der Einstichstelle sind möglich; schwerwiegende Nebenwirkungen sind extrem selten. Allergische Reaktionen treten in weniger als 1 von 100.000 Fällen auf. Während der Belastungsphase können kurzzeitig Brustdruck, Atemnot, Kopfschmerzen, Hitzegefühl oder Schwindel auftreten. Diese Beschwerden sind meist mild und vorübergehend – unser Team ist darauf vorbereitet. Die Strahlenbelastung liegt unter einer CT des Brustkorbs und entspricht wenigen Röntgenaufnahmen. Schwangere werden nur bei zwingender Indikation untersucht; stillende Mütter sollten 24 h abpumpen und verwerfen. Bitte informieren Sie uns, falls eine Schwangerschaft möglich ist.

verständlich erklärt

Strahlenbelastung

≈ 4 mSv Effektive Dosis

Die effektive Dosis entspricht etwa der 2-fachen natürlichen Jahresdosis – vergleichbar mit einem Transatlantikflug hin und zurück. Sehr gut verträgliches Verfahren.

Gut zu wissen

Fragen zur Skelett-Szintigraphie

Die Gesamtdauer beträgt ca. 4–5 Stunden. Nach Aufklärungsgespräch und Tracer-Injektion folgt eine Wartezeit von ca. 2 Stunden (die Sie in der Praxis oder auswärts verbringen können), anschließend die eigentliche Bildaufnahme von ca. 30–40 Minuten. Wenn zusätzlich eine SPECT/CT aufgenommen wird, verlängert sich die Aufnahmezeit um ca. 20 Minuten.